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Leistungen der Pflegeversicherung

bei häuslicher Pflege


Die häusliche Pflege umfasst eine Betreuung und Versorgung des Pflegebedürftigen in seiner vertrauten Umgebung. Leistungen bei häuslicher Pflege können entweder als Sachleistungen (Pflege durch Plegedienste) oder als Geldleistung (Pflegegeld für die Pflegepersonen) erbracht werden; auch eine Kombination aus beiden ist möglich. Die Pflegeleistung kann also ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt werden.

Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird in Pflegestufen ausgedrückt. Jeder Pflegebedürftige wird einer dieser Stufen zugeordnet. Dabei bedeutet Pflegestufe I erheblich pflegebedürftig, Pflegestufe II schwerpflegebedürftig und Pflegestufe III schwerstpflegebedürftig.

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit

Die Leistungen der Pflegeversicherung können von Personen in Anspruch genommen werden, die als pflegebedürftig anerkannt sind. Dies regelt das Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit (SGB XI §14).

(1) Pflegebedürftige im Sinne dieses Buches sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.
 
 
(2) Krankheiten oder Behinderungen im Sinne des Absatzes 1 sind:
  1. Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat,
  2. Funktionsstörungen der inneren Organe oder Sinnesorgane,
  3. Störungen des zentralen Nervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen.
(3) Die Hilfe im Sinne des Absatzes 1 besteht in der Unterstützung, in der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens oder in der Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen.
(4) Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im Sinne des Absatzes 1 sind:
  1. im Bereich der Körperpflege das Waschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung,
  2. im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung,
  3. im Bereich der Mobilität das selbstständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung,
  4. im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln der Wäsche und Kleidung sowie das Beheizen der Wohnung.